HERRMANN ECHTDAMPF - Die Sächsische VII K

Geschichte:

Den Zweiten Weltkrieg hatten die Schmalspurbahnen Ostdeutschlands ohne nennenswerte Schäden überstanden, nur einige Strecken wurden als Reparationsleistung abgebaut. Allerdings mangelte es insbesondere bei den Sächsischen Schmalspurbahnen an leistungsfähigen Maschinen. Verschlimmert wurde die Situation durch die Aufnahme des Uranbergbaus im Erzgebirge durch die Wismut AG, wodurch auf den Strecken Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal, Grünstädtel–Oberrittersgrün, Schönfeld-Wiesa–Meinersdorf und Wilischthal–Thum die Beförderungsleistungen erheblich gestiegen waren. Aber auch auf den anderen Schmalspurstrecken stieg der Verkehr nach dem Zweiten Weltkrieg an. Hinzu kam der Mangel an Steinkohle, sodass auf Braunkohlenfeuerung umgestellt werden musste. Dies brachte einige Nachteile mit sich, da die vorhandenen Lokomotiven nicht dafür ausgelegt waren. So wurde 1950 der VEB Lokomotivbau Karl Marx mit der Entwicklung einer neuen Lokomotive beauftragt. Diese lehnte sich weitgehend an die in den 1920er Jahren konstruierten Einheitslokomotiven der Baureihe 99.73–76 an. Von 1952 bis 1957 wurden insgesamt 24 Lokomotiven geliefert. Sie erhielten die Betriebsnummern 99 771 bis 99 794.

Technische Daten des Modells VII K:

Innen u. Außenkessel, Betriebsdruck: 3 -4 bar. Edelstahlüberhitzer und Gasschlitzbrenner. Dampfzylinder mit Rotgußkolben und Flachschieber, Bohrung 14 mm, Hub 17 mm, Gesamtgewicht: ca. 9,5 kg. E-Kuppler mit Vor - u.Nachlaufachse. Spurweite: 45 mm, Länge über Puffer: 540 mm, Breite: 110 mm, Höhe ü. Schornstein: 160 mm, Maßstab: 1:22,5. Isolierte Radsätze. Vorder- u. Hinterachse abgefedert. Manometer. Einstellbares Überdruckventil. Gastank mit Schnellkupplungsventil. Regelbarer Verdrängungsöler. Wasserstand 5mm. Wassernachspeiseventil, Mindestradius: R2 (780 mm).
Als Sonderausstatung erhältlich: 6-Kanal-Fernsteuerung, autom. Zylinderentwässerung, Bremse, Dampfpfeife, Entkupplung, Dampfspeisepumpe.

Voraussichtlich lieferbar ab 2018